(10.03.2026) Es ist passiert. Nachdem der HC Weiden bisher alle Heimspiele in dieser Saison gewonnen hatte, setzte es im neunten Spiel in der „Hölle West“ die erste Niederlage. „Glückwunsch nach Aldekerk, die völlig verdient die Punkte holen.“ So fair gratulierte Marc Schlingensief, Trainer des HC Weiden, nach der Partie.
„Die erste Hälfte verläuft über weite Strecken ausgeglichen“, analysierte der Coach, der eine Verbesserung im Abwehrspiel feststellte. Aldekerk habe es jedoch geschafft, auch schwierige Würfe zu versenken. „Auf der anderen Seite treffen wir aus aussichtsreicher Position oftmals das Tor nicht“, haderte der Weidener Trainer, dessen Team nach 20 Minuten 10:13 zurücklag.
„Danach schaffen wir augenscheinlich die Wende“, sagte Schlingensief. Allerdings war das nur eine Momentaufnahme. Denn nach vier Treffern in Folge und einer 14:13-Führung gab es fünf Gegentore hintereinander, sodass es zur Pause 14:18 stand.
Ruck durch die Mannschaft
Nach dem Seitenwechsel zog Aldekerk auf 20:14 weg. „Dann geht noch mal ein Ruck durch die Mannschaft“, so der HC-Trainer. In der 43. Minute der Partie betrug der Abstand nur noch zwei Tore. Doch dann brach Weiden ein und erzielte in den nächsten zehn Minuten nur noch ein Tor. Aldekerk sorgte so für die Entscheidung.
„Im Gegensatz zur vergangenen Woche stecken wir nicht auf und wehren uns, aber mehr als Ergebniskosmetik ist nicht drin“, bilanzierte Schlingensief. Zudem gab es vier Verletzungen zu beklagen, wovon zwei wahrscheinlich sogar schwerer sind. „Wir müssen die Situation jetzt so nehmen wie sie ist und auswärts den Bock umstoßen“, zeigte sich Weidens Trainer schon wieder kämpferisch. Am Samstag geht es für den Tabellenfünften zum -zwölften Nümbrecht.
Weidens Torschützen: Scheidtweiler (5), Fiedler, Wolff (je 4), Bergerhausen (3/1), Xhonneux (3/2), Richter, Rojko (je 2), Bösel, Eissa, J. Frauenrath, Meurer, Stolzenberg
(Text & Foto: AZ)
