Wachstum, Wille und eine Rückrunde, die Entwicklung zeigt – Saisonrückblick der wB-Jugend des HC Weiden 2025/26

Die Saison 2025/26 war für die weibliche B-Jugend des HC Weiden eine Reise mit Höhen und Tiefen – aber vor allem eine Geschichte der Entwicklung. Am Ende steht ein Team, das sich in der Oberliga Nordrhein behauptet und bewiesen hat, dass es mit den Besten der Liga mithalten kann.

Holpriger Start, aber nie ohne Hoffnung

Der Saisonbeginn verlief alles andere als reibungslos. Zwei Unentschieden am ersten und dritten Spieltag ließen noch Spielraum für Optimismus – doch die folgenden Wochen offenbarten ein hartnäckiges Problem: Zu oft verschlief die Mannschaft die Anfangsphasen der Partien und geriet früh in teils deutliche Rückstände, aus denen sie sich nicht mehrherausarbeiten konnte. Besonders auswärts wollte der Knoten einfach nicht platzen.

Erst am achten Spieltag durfte das Team den ersten Sieg bejubeln. Die Hinrunde schloss man schließlich mit einem mageren Punktekonto von 7:15 und mehreren hohen Niederlagen ab – auf dem Papier eine eher nüchterne Bilanz. Doch wer nur auf die Tabelle schaute, der verpasste die eigentliche Geschichte dieser Hinrunde.

Der Gamechanger: Sieg gegen die bis dato Unbesiegten

Das letzte Spiel der Hinrunde bei der SG Gelpe/Strombach wurde zum Wendepunkt der gesamten Saison. Die Gastgeberinnen gingen als fast makelloser Tabellenführer aufs Parkett – kein einziges Spiel hatten sie bis dahin verloren. Was folgte, war einer dieser Momente, für die man Handball spielt: Die wB-Jugend des HC Weiden warf all ihre Zweifel über Bord und besiegte den vermeintlich übermächtigen Spitzenreiter. Ein Sieg, der Selbstvertrauen schenkte, Charakter bewies und das Team als Gruppe enger zusammenschweißte.

Eine Rückrunde, die Mut macht

Mit breiter Brust ging es in die zweite Saisonhälfte – und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: 11:11 Punkte in der Rückrunde, also eine nahezu ausgeglichene Bilanz. Mehr Siege, knappere Niederlagen, eine Mannschaft, die gelernt hatte, Spiele zu kontrollieren und bis zur letzten Minute zu kämpfen.

Einen Dämpfer gab es noch am vorletzten Spieltag: Beim TV Roetgen setzte es eine heftige Klatsche. Doch bezeichnend für die Reife, die dieses Team in dieser Saison entwickelt hat, war die Reaktion darauf. Am letzten Spieltag empfingen die Weidenerinnen erneut die SG Gelpe/Strombach – und stießen die bis dahin weiterhin die Tabelle anführenden Gäste mit einem hart erkämpften Remis vom Thron. Ein versöhnlicher – oder mehr noch: ein würdiger Saisonabschluss.

Und wer den Blick weitet, erkennt den wahren Fortschritt: Dieselbe Jahrgangskonstellation holte vor zwei Jahren in der gleichen Liga gerade einmal 7 Punkte. Nun stehen 19 Zähler zu Buche – mehr als doppelt so viele. Diese Mädchen haben sich entwickelt. Als Handballerinnen. Und als Team. Darauf lässt sich aufbauen.