Erster Auswärtssieg – und ein starkes Zeichen aus der Abwehr (wC2)

Nach dem schwierigen, aber lehrreichen Saisonauftakt gegen Korschenbroich führte uns der zweite Spieltag erstmals in den Mönchengladbacher Raum. Gegner war der VfL Welfia Mönchengladbach, der aufgrund des Einsatzes älterer Spielerinnen außer Konkurrenz antritt. Für uns blieb die Aufgabe dieselbe: mutig auftreten, Verantwortung übernehmen und den nächsten Entwicklungsschritt gehen.

Nach dem schwierigen, aber lehrreichen Saisonauftakt gegen Korschenbroich führte uns der zweite Spieltag erstmals in den Mönchengladbacher Raum. Gegner war der VfL Welfia Mönchengladbach, der aufgrund des Einsatzes älterer Spielerinnen außer Konkurrenz antritt. Für uns blieb die Aufgabe dieselbe: mutig auftreten, Verantwortung übernehmen und den nächsten Entwicklungsschritt gehen.

Gerade der Mut stand nach dem ersten Saisonspiel im Mittelpunkt. Selbstvertrauen entsteht nicht auf Zuruf, sondern durch Aktionen, die man sich zutraut und immer wieder versucht. Genau dazu haben wir unsere Spielerinnen aufgefordert – im Eins-gegen-eins, im Passspiel und in der Deckung. Über weite Strecken haben sie diesen Auftrag sehr gut angenommen.

Von Beginn an agierten wir deutlich gefestigter. Mit einer sehr offensiven 3:3-Deckung, phasenweise fast als 1:5 interpretiert, nahmen wir die Gegenspielerinnen bereits wenige Meter hinter der Mittellinie an. Das setzte Welfia früh unter Druck. Ging der erste Zweikampf verloren, wurde es wegen der körperlichen Vorteile der Gastgeberinnen allerdings sofort gefährlich – genau hier lag die Herausforderung dieser mutigen Deckungsform.

Auch im Angriff mussten wir uns gegen eine sehr tief stehende und robuste Abwehr jede klare Chance hart erarbeiten. Große Räume wurden kaum angeboten. Mit langen Kreuzbewegungen, Übergängen und Einläufern von außen brachten wir die Deckung dennoch immer wieder in Bewegung und schufen uns die Lücken selbst. Wer an diesem Tag zum Tor wollte, bekam den Weg jedenfalls nicht mit Navigationspfeilen ausgeschildert – bewegen, kreuzen, einlaufen und dann entschlossen in die entstandene Lücke gehen lautete die Devise.

Damit übernahmen wir früh die Kontrolle. Aus einem 2:3 wurde schnell ein 2:9, zur Pause führten wir verdient mit 13:7. Grundlage dafür war vor allem unsere Abwehr: aktiv, clever im Stellungsspiel und immer wieder darauf ausgerichtet, Welfia zu schwierigen Abschlüssen zu zwingen.

Davon profitierten auch unsere Torhüterinnen. Sofija Saranovic und Mira Redlich steigerten sich von Minute zu Minute und entschärften zahlreiche Würfe aus dem Rückraum und von außen. Nur 15 Gegentore im gesamten Spiel sind deshalb nicht nur eine starke Torhüterleistung, sondern vor allem das Ergebnis einer guten gemeinsamen Abwehrarbeit.

In der zweiten Halbzeit nutzten wir die Partie bewusst zum Ausprobieren. Wir stellten auf eine etwas defensivere, aber weiterhin aktive 3:2:1-Deckung um und rotierten auch im Angriff. Dadurch ging zeitweise etwas Sicherheit verloren; technische Fehler und ungenaue Pass- und Laufwege brachten Welfia noch einmal bis auf vier Tore heran.

Entscheidend war unsere Reaktion. Nach den Auszeiten fanden wir wieder mehr Ruhe und Klarheit, stabilisierten unser Spiel und stellten den Abstand wieder her. So brachten wir den 20:15-Auswärtssieg souverän ins Ziel.

Offensiv übernahm Julia Otten mit acht Treffern erneut viel Verantwortung. Ioana-Adelina Rica und Rosalie Michalski erzielten jeweils vier Tore, Emilie Sommer traf zweimal, Lisa Vonhoegen und Leni Dunkel jeweils einmal. Am Kreis rotierten wir wie gewohnt mit Julia und Isabell Gier; Greta Gohr sammelte bei ihrem ersten Saisonspiel wichtige Erfahrungen.

Für uns ist besonders erfreulich, wie sich die Mannschaft im Vergleich zum ersten Spiel weiterentwickelt hat: Gegen Korschenbroich mussten wir uns nach einer schwierigen ersten Halbzeit zurückkämpfen. Diesmal übernahmen wir von Beginn an die Kontrolle und lernten anschließend, auch eine kurze Wackelphase zu überstehen. Genau diese Schritte wollen wir sehen.

Mit nur 15 Gegentoren, zwei starken Torhüterinnen und einer engagierten Abwehrleistung nehmen wir viel Positives mit. Nach zwei Spielen hat unsere junge Mannschaft damit bereits zwei wichtige Dinge gelernt: zurückkommen, wenn es schwierig wird – und vorne bleiben, wenn der Gegner noch einmal Druck macht. Auf beides lässt sich sehr gut aufbauen.