Weibliche D-Jugend nimmt einen Punkt und wichtige Erfahrungen mit nach Hause

An diesem Spieltag traf unsere weibliche D-Jugend auswärts auf den 1. FC Köln. Beide Mannschaften waren bis dahin noch ohne Punktverlust, sodass die Begegnung das Spitzenspiel des Spieltages versprach. 

Wir erwischten einen guten Start und konnten uns schnell mit 2:0 absetzen. Doch Köln antwortete prompt mit zwei schnellen Treffern und übernahm anschließend die Führung. Bereits in der fünften Spielminute lagen wir mit 3:5 zurück. Unsere Mädels ließen sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen und kämpften sich mit einem starken Lauf zurück ins Spiel. Bis zur 15. Minute erspielten wir uns eine 11:8-Führung. Bis zur Halbzeit konnte Köln jedoch wieder ausgleichen, sodass es mit einem 12:12 in die Kabinen ging.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb es ein offener Schlagabtausch. Kurz nach Wiederanpfiff ging Köln beim Stand von 14:13 noch einmal in Führung. Doch unsere Mädels hielten dagegen und konnten sich im weiteren Verlauf immer wieder knapp nach vorne schieben. Köln gelang es jedoch jedes Mal, den Rückstand auszugleichen, sodass die Partie bis in die Schlussphase völlig offen blieb.

Etwa eine Minute vor dem Ende lagen wir mit einem Tor vorne und hatten den Ball in unseren Reihen. Leider gelang es uns nicht, den Ballbesitz zu sichern, sodass Köln noch einmal in Ballbesitz kam. Praktisch mit der Schlusssirene erkämpften sich die Gastgeberinnen einen Siebenmeter, den sie mit der letzten Sekunde zum Ausgleich verwandelten.

Aus unserer Sicht war es insgesamt ein gebrauchter Tag. In der individuellen Abwehrarbeit fehlte uns häufig der letzte Zugriff, im Angriff brachten wir zu wenig Bewegung ins Spiel und leisteten uns zudem einige einfache technische Fehler zu viel. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass wir bei den Zeitstrafen und Siebenmeterentscheidungen eine deutliche Schieflage zu unseren Ungunsten hinnehmen mußten.

Ein weiterer Aspekt war die Schiedsrichteransetzung. Dass zwei junge Schiedsrichter ein solches Spitzenspiel leiten mussten, war aus unserer Sicht unglücklich. Die beiden haben sich bemüht und ihr Bestes gegeben. Dennoch waren sie für die Intensität und Bedeutung dieser Begegnung noch nicht weit genug. Das ist ausdrücklich kein Vorwurf an die beiden Jungs, sondern vielmehr ein Hinweis darauf, dass bei der Ansetzung solcher Spiele die Erfahrung der Schiedsrichter berücksichtigt werden sollte.

Trotz der Enttäuschung über den späten Ausgleich ist das Ergebnis kein Beinbruch. Im Gegenteil: Gerade aus solchen Spielen können unsere Mädels viel lernen. Wir wissen, woran wir arbeiten müssen, und werden die Erkenntnisse aus dieser Partie mit ins Training nehmen.

Genau solche Herausforderungen waren ein Grund für unseren Wechsel vom Handballkreis Aachen in den Kölner Kreis: Wir wollen uns mit starken Mannschaften messen, uns weiterentwickeln und aus engen, umkämpften Spielen lernen. Auch wenn es diesmal am Ende nicht ganz geklappt hat, werden wir unseren Weg konsequent weitergehen!