Und manchmal kommt es eben doch anders…
Ehrlich, wir als Verein und auch das Umfeld um die junge Mädchenmannschaft der weiblichen C1 waren mehr als zufrieden mit dem Erreichen der Qualifikation für die Oberliga.
Es hätte durchaus anders kommen können, eine Saison auf Kreisebene ist dann im Rahmen einer Leistungsorientierung doch zu wenig. Deswegen waren alle Beteiligten so fokussiert, um das „worst case“ Szenario zu vermeiden. Mit Blick auf die Gruppenzusammenstellung kein leichtes Unterfangen.
Über die Spiele ist alles erzählt, nicht jedoch über den folgenden Sonntag.
Ein Blick in die Durchführungsbestimmungen unseres Verbandes zeigte uns, dass wenn eine Zweitvertretung eines Vereins, bei der aus dem Vorjahr die Erstmannschaft bereits gesetzt / qualifiziert ist, dass dann der beste Gruppenzweite aller sechs Gruppe in die Nordrheinliga aufrückt.
Mit St. Tönis war dies nun der Fall, also rückte der beste Gruppenzweite nach. Am Samstag war dies Nümbrecht, was sich auch nicht mehr änderte. Nicht auf dem Radar hatten wir jedoch die JSG Bonn II, wo die Erstmannschaft ebenfalls bereits qualifiziert war. Würde die JSG Bonn II ihre Gruppe gewinnen, würde auch der zweitbeste Gruppenzweite einen Startplatz in der Nordrheinliga erhalten. Dies war am Samstagabend unsere wC1 mit 6:2 Punkten und eine Tordifferenz von +26 Toren.
Zunächst wurde das Geschehen in den anderen 4 Gruppen am Sonntag nur beiläufig verfolgt. Zum Nachmittag verdichtete sich aber das Bild dahingehend, dass die JSG Bonn die Gruppe gewinnen würde.
Die letzten Spiele aller Gruppen wurden akribisch im NuLiga Live-Ticker verfolgt. Nur noch ein Spiel von BTB Aachen stand auf dem Programm. BTB hätte dies gegen einen vermeidlich schwachen Gegner mit 24 Toren Unterschied gewinnen müssen, dann wäre das Team von Hauke Krüger in der Nordrheinliga gewesen.
Zwar gewann man das Spiel hoch, doch diese Tordifferenz konnte nicht mehr aufgeholt werden.
Das Ergebnis ist bekannt, wir dürfen mit einer engagierten, aber sehr jungen Truppe (6 Mädels könnten noch in der D-Jugend spielen) in der Nordrheinliga an den Start gehen.
Wir nehmen diese Herausforderung mit Demut und größtem Respekt an. Wir dürfen uns mit herausragenden Mannschaften und tollen Handballerinnen messen, die uns sicher regelmäßig in die Schranken weisen werden – so viel steht fest.
Für uns wartet eine Saison, wo es heißt, regelmäßig verlieren zu lernen (auch das ist wichtig), aber daraus zu lernen und individuell und als Team daran zu wachsen. Einige Spiele können wir bestimmt auch offen gestalten. Gerade unsere #höllewest ist ein Ort, wo die Spiele erst einmal gespielt werden müssen.
Auf Basis der Qualifikation geht es nun an die Vorbereitung auf die Winterrunde in einer sehr ambitionierten Liga.
Es bleibt spannend, diese Mannschaft weiter zu verfolgen.
Viel Erfolg, Mädels!
Hier noch das Teilnehmerfeld der künftigen Nordrheinliga:

